Die Saison am Eislaufplatz Wattens wurde um eine Woche bis 22. Feber verlängert. Die Alt-ÖVP-Restfraktion „Für Wattens“ macht damit in einem Video auf Social Media Negativstimmung und versucht das ganze als „Faktencheck“ zu verkaufen. Wir schreiben, was wirklich dahinter steckt.
Klare Rahmenbedingungen für die Saison
Schon die Zeiten für die Eislaufplatz-Saison 2024/25 wurden allen Beteiligten, darunter die WSG Penguins, frühzeitig mitgeteilt. Letzter Öffnungstag war der Sonntag am Ende der Semesterferien. Anfang und End der diesjährigen Saison wurden dem Verein am 1. April 2025 mitgeteilt. Geplantes Saisonende war erneut mit Ende der Semesterferien. Auch der Tiroler Eishockeyverband war bereits Anfang April über die Eislaufsaison 2025/26 am Eislaufplatz Wattens informiert worden.
Finanziell angespannte Situation allseits bekannt
Kurzer Rückblick: Trotz angespannter Finanzen hatte der Gemeinderat der Marktgemeinde Wattens im April 2024 einstimmig den Beschluss gefasst, ein neues zusätzliches Kabinengebäude für den Eishockeysport zu errichten. Die Kosten: 900.000 Euro. Davon kamen vom Land Tirol 125.000 Euro Sportförderung und 100.000 Euro Bedarfszuweisungen. 675.000 Euro bezahlte die Marktgemeinde Wattens.
Vor, während und nach diesem Projekt führte unser Bürgermeister Lukas Schmied zahlreiche Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen der WSG Penguins. Darin wies er mehrfach auf die deutlich verschlechterte finanzielle Situation der Marktgemeinde Wattens hin. Wattens kann sich den Betrieb der regionalen Sportanlagen wie Eislaufplatz, Schwimmbad oder Kletterhalle nicht mehr alleine leisten. Trotzdem wurde dem Verein 2025/26 erneut eine uneingeschränkte und ungekürzte Saison bis Ende der Semesterferien ermöglicht.
Entstehungsgeschichte der Saisonverlängerung
Am 28. Jänner 2026 schreibt Michael Tauber, Obmann der WSG Penguins, unserem Bürgermeister ein Email und ersucht um Prüfung einer Saisonverlängerung. Er erwähnt auch, dass er sich ans Land Tirol zwecks finanzieller Unterstützung wenden wird. Unser Bürgermeister antwortet ihm am 29. Jänner, dass die Saisonzeit frühzeitig festgelegt und kommuniziert worden war und eine Verlängerung nicht möglich ist. Am 30. Jänner antwortet Michael Tauber und argumentiert, warum eine Verlängerung wichtig wäre. Am 2. Feber antwortet der Bürgermeister erneut und begründet seine Absage.
In der Gemeinderatssitzung am 5. Feber fragt Gemeinderat Dietmar Hinterreiter (FPÖ) unter „Allfälliges“, ob nicht doch eine Saisonverlängerung am Eislaufplatz möglich wäre. Er sagt, dass der Verein an das Land Tirol einen Antrag für eine Förderung von max. 5.000 Euro gestellt habe und falls er diese bekommen würde, um eine Woche verlängert werden könnte. Unser Bürgermeister geht auf die Wortmeldung ein und erklärt erneut die Gründe für die Absage. Sie können den Live-Stream der Sitzung hier nachschauen. Von der ÖVP-Restfraktion „Für Wattens“ kommt dazu in der Sitzung keine Wortmeldung.
Am 9. Feber schreibt David Narr, Präsident der WSG Penguins, unserem Bürgermeister ein Email und teilt u.a. mit, dass Landeshauptmann-Stellvertreter Philipp Wohlgemuth für eine Saisonverlängerung „eine Förderung des Landes Tirol in Höhe von mindestens 45 % der Gesamtkosten“ in Aussicht gestellt habe. Unser Bürgermeister antwortet u.a. mit der Information, dass eine Woche Eisbetrieb ca. 9.000 Euro kostet. Wenn das Land Tirol und der Verein für diese Kosten aufkommen, könne die Saison um eine Woche verlängert werden. In den Emailverkehr und die begleitenden Abstimmungsgespräche nimmt er die erste Vizebürgermeisterin Sonja Fender, den Obmann vom Sportausschuss Martin Vogl und die Obfrau vom Überprüfungsausschuss Maria Schaffenrath auf. In weiteren Emails, in denen auch das Büro von Landeshauptmann-Stellvertreter Philipp Wohlgemuth eingebunden ist, einigt man sich auf folgende Kostenaufteilung:
- Land Tirol: 4.050,- Euro
- WSG Penguins: 3.450,- Euro
- Marktgemeinde Wattens: 1.500,- Euro
Der Förderantrag an das Land Tirol muss vom Verein gestellt werden. Die Fördersumme wird an die Gemeinde weitergeleitet.
Im Anschluss kümmert sich unser Bürgermeister Lukas Schmied umgehend darum, dass die Saison am Eislaufplatz um eine Woche verlängert werden kann. Ein Dank dafür gilt dem Team am Eislaufplatz, das trotz der kurzfristigen Entscheidung die Verlängerung problemlos ermöglichte.

Das Fazit?
- Die Saison am Eislaufplatz wurde um eine volle Woche verlängert. Land, Verein und Gemeinde tragen unterschiedliche Teile der Kosten. Trotz der finanziell sehr herausfordernden Situation nahm die Gemeinde für eine nicht geplante, kurzfristige Saisonverlängerung zusätzliches Geld in die Hand.
- Wenn sich das Land Tirol dauerhaft mit 45 % an den laufenden Kosten für unsere regionalen Sportstätten beteiligt, kann deren Betrieb gesichert werden. Ohne einen Kostenbeitrag vom Land Tirol oder von anderen Gemeinden und Partnern muss das Angebot aufgrund des massiven Arbeitsplatzabbaus bei Swarovski und deutlich weniger Kommunalsteuereinnahmen reduziert werden.
- Die Marktgemeinde Wattens hat mit unserem Bürgermeister Lukas Schmied und dem neuen Gemeinderat seit 2022 über eine Million Euro in den Eislaufplatz und den Eishockeysport investiert. Neben dem neuen Kabinengebäude wurden die Sicherheitsmaßnahmen erneuert (TÜV-geprüft), die Beleuchtung auf LED umgestellt und mehrere Reparaturen der Eismaschine getätigt.
- Vereins- und Nachwuchsarbeit sind nicht der Platz für politische Spielchen. Wenn einzelne Vereinsfunktionäre und politische Vertreter wie „Für Wattens“ mit verzerrten oder unwahren Behauptungen Negativstimmung machen, gefährden sie damit die engagierte Arbeit unserer Vereine.
Übrigens: Auch bei unseren konkreten und konstruktiven Bemühungen, unsere Nachbargemeinden für die Mitfinanzierung des regionalen Sport- und Freizeitangebotes zu gewinnen, arbeitet die ÖVP-Restfraktion „Für Wattens“ aktiv gegen die Interessen der Wattnerinnen und Wattner.
Wir, die Bürgerliste neu, kämpfen dafür, das Sport- und Freizeitangebot in Wattens für alle zu erhalten. Und wir kämpfen dafür, dass alle einen fairen Kostenbeitrag leisten, die das Angebot nutzen und von ihm profitieren.
Wir sind davon überzeugt: Gemeinsam gelingt uns das!

