Warum Wattens Unterstützung für seine Sportstätten braucht

Viele Angebote in Wattens werden von vielen ganz selbstverständlich genutzt – vom Schwimmbad bis zur Kletterhalle. Weniger bekannt ist, welche finanziellen Herausforderungen mit dem Erhalt dieser Infrastruktur verbunden sind.

Sport- und Freizeitanlagen: wichtig für viele – finanziert von wenigen

Schwimmbad, Eislaufplatz, Judohalle oder Kletterarena sind feste Bestandteile des Lebens in Wattens. Sie werden nicht nur von WattnerInnen genutzt, sondern auch von vielen Menschen aus den umliegenden Gemeinden.

Die Kosten für Betrieb, Erhalt und Sanierungen trägt Wattens seit Jahrzehnten so gut wie alleine. Der jährliche Abgang dieser Einrichtungen liegt bei rund 680.000 Euro. Dazu kommen große einmalige Investitionen, die dringend nötig sind.

Eine deutlich veränderte finanzielle Ausgangslage

Der massive Arbeitsplatzabbau bei Swarovski hat die finanzielle Situation der Gemeinde stark verändert.

  • über 4.000 Arbeitsplätze sind seit 2008 in Wattens verloren gegangen
  • verglichen mit 2019 sind die Kommunalsteuereinnahmen um rund 4 Millionen Euro gesunken
  • der aktuelle Arbeitsplatzabbau bei Swarovski verlangt zusätzliche Einsparungen von rund 720.000 Euro

Warum jetzt das Gespräch mit den Nachbargemeinden gesucht wird

Jetzt geht es um den Erhalt der bestehenden Infrastruktur. Wattens benötigt finanzielle Unterstützung beim laufenden Betrieb und bei den notwendigen Investitionen. Nur so kann das Angebot aufrechterhalten werden.

Für unseren Bürgermeister Lukas Schmied steht außer Frage: „Alleine können wir das nicht mehr stemmen.“ Die Liste neu möchte das bekannte und beliebte Sport- und Freizeitangebot von Wattens erhalten – nicht nur für die WattnerInnen, sondern für die gesamte Region.

Die Zahlen auf einen Blick

  • Jährlicher Abgang Sport- & Freizeitanlagen Alpenbad, Eislaufplatz, Judohalle, Kletterhalle: ca. 680.000 Euro
  • Schwimmbad: ca. 360.000 Euro pro Jahr
  • Eislaufplatz mit Judo: ca. 260.000 Euro pro Jahr
  • Investitionen ins Alpenbad seit 2017: ca. 6,6 Millionen Euro
  • davon öffentliche Förderungen: ca. 1,3 Millionen Euro
  • Rückgang der Kommunalsteuer seit 2019: ca. 4 Millionen Euro jährlich

Mit diesem Beitrag informieren wir über die aktuelle Situation. Eine gut informierte Bevölkerung ist die Grundlage für tragfähige Entscheidungen. 2025 brachte Bürgermeister Lukas Schmied zu diesem Thema im Planungsverband konkrete Vorschläge ein und führte mehrere Gespräche mit seinen Kollegen aus den Nachbargemeinden. Jetzt wendet sich Wattens direkt an die GemeinderätInnen der Nachbargemeinden.

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